Die Energie des Lebens

 

 

Auszug aus einem Gespräch mit dem Großvater, von Anastasia, aus dem Buch , die klingenden Zedern Russlands, von Wladimir Megre


 

... - Anastasia hat ins Bewusstsein der Menschheit das dem Menschen fehlende Verständnis Gottes eingeführt.

- Welches?

DER GÖTTLICHE GLAUBE


- Es ist dir bekannt, dass die Erde und alles darauf wachsende, lebende, und alle stattfindende Prozesse, und der Regen, und der Schnee, und der Wind, Er sich ursprünglich ausgedacht hat.

Unser Schöpfer - der Große Verstand - erschuf im Ausbruch der Begeisterung ein großes Werk. Und zum Abschluss konnte er Sein Ebenbild - den Menschen schaffen.

Doch seit Schöpfungszeiten hegten viele Wesen Zweifel daran, ob der Mensch tatsächlich vom Gott erschaffen wurde - als das unübertroffene Werk im All. Ob Gottes Behauptung der Wirklichkeit entspricht, dass der Mensch nicht nur von vielen Wesen, sondern selbst Gott gleich ist?

Wie es Gott selbst erklärte: „Er ist Mein Ebenbild, Ich gab ihm alles und gebe auch in der Zukunft Gedachtes ab.“

Gott wollte Sein Werk - den Menschen - Sich ähnlich sehen.

Jetzt sieh mal die heutige Menschheit an. Viele sprechen über Gott. Sprechen über ihre Kraft der Liebe zum Erbauer. Und lügen sich dabei selbst an. Denn man kann nicht irgendjemanden lieben, Ihn dabei nicht sehend, nicht fühlend, nicht verstehend.

Viele sagen: „Ich glaube an Gott.“ Und woran glauben sie konkret?

Glauben daran, dass Gott existiert?

Das ist aber das Niveau eines überaus primitiven Bewusstseins. Ein Mensch, der sagt: „Ich glaube daran, dass Gott existiert“, gibt faktisch zu, dass er nicht fühlt, den Gott nicht versteht, sondern lediglich an Seine Existenz glaubt.

Wenn sie unter Glaube an Gott meinen, dass Gott allmächtig, gütig und ein liebender Vater sei, was tun sie dann, außer den Worten, für Gott?

Reißen Seine Werke nieder, vereinsamen sich von der Welt, die von ihrem Vater erschaffen wurde, hinter den steinernen Klostermauern. Haben tausende von Traktaten ausgeklügelt, aufgeschrieben. Und überall ist ein und dasselbe. In der Traktaten sagen sie, dass man sich vor Gott verneigen solle. Sich verneigen, unbekannt vor wem !

Und jetzt, Wladimir, stell dir Gottes Zustand vor, Der dieses ganze Bacchanal anschaut. Diesen Zustand kann man sich vorstellen, wenn man sich Mühe gibt. Denn Gott verfügt über alle Gefühle des Menschen, nur sind sie stärker bei Ihm, schärfer und reiner.

Doch auch mit eigenen heutigen Gefühlen, mit den menschlichen, elterlichen ist es möglich den Zustand unseres Vaters, unseres Schöpfers sich vorzustellen.

Da schaut Er auf Seine Kinder, und sie schreien nur immer laut: „Wir lieben Dich, gib uns nur noch von Deiner Gnade. Wir sind Deine Sklaven, wir sind schwach und unbedarft, wir sind töricht, hilf uns, Herrgott.“

Können sich denn Geschöpfe, die Gott eben sind, so verhalten?

Was kann dem Vater einen größeren Schmerz zufügen, als das hilflose Stöhnen seiner Kinder?

Und so kamen in den Wesen des Alls, Zweifel an der Vollkommenheit der Werke Gottes auf.

- Aber wer, wie und wann konnte so den Menschen übertölpeln?

- Den Menschen übertölpeln konnte nur einer, der ihm an Kraft des Gedankens gleich ist - selbst der Mensch.

Die Priester lenkten die Menschen auf dem Wege der Degradation. Sie nahmen sich vor, dem Gott zu beweisen, dass sie imstande seien, die ganze Menschheit zu verwalten. Und das Stöhnen, menschlicher Qualen würden den Gott zwingen, in einen Dialog mit ihnen einzutreten.

Sie waren dieser Ansicht, weil sie wussten das Gott mit niemandem spricht und sich nicht in die menschlichen Schicksale einmischt, alle Schicksale sind durch die eigene Wahl des Weges bestimmt.

Wenn aber die Menschheit zum Untergang herangeführt wird, kann Gott in die Verhandlungen mit denjenigen treten, welcher die Menschheit zum Abgrund führt, um den Fall abzuwenden, mit denjenigen, wer die menschliche Psyche beeinflusst. So handeln um der ganzen Menschheit willen.

Jahrtausende gingen dahin. Doch Gott trat nicht in Dialog mit den Priestern ein und erzeugte keine neue Wunder, um alle Leute zur Vernunft zu bringen. Jetzt hat mein Vater, und dann auch ich verstanden warum Gott so vorging.

Wenn Er das nämlich gemacht hätte, wenn sich Gott also in das menschliche Leben eingemischt hätte, so hätte Er Selbst die Vermutungen der Weltallwesen bestätigt – das der Mensch unvollkommen sei.

Aber das Allerwichtigste ist: Seine Einmischung hätte den Glauben des Menschen an sich selbst endgültig vernichtet. Der Mensch hätte endgültig aufgehört in sich selber die göttlichen Grundsätze zu öffnen, denn er hätte dann nur noch auf Hilfe von außen gehofft.

Doch Er wartete, und glaubte an Seine Kinder, anblickend das Geschehen und leiden, duldend die Scherze und Beschimpfungen über Sich. Er glaubte an Sein Werk - den Menschen. Sein Glaube ist wahrhaftig ein Göttlicher Glaube.

Die Priester hofften, dass eine Maßstabkatastrophe eintreten könne. Sie hofften, dass sich das von ihnen Ausgedachte verwirklichte. Und niemand von ihnen erwartete, dass lediglich ein Mensch, eine junge Frau, in wenigen Jahren ihre Pläne, ihrer tausendjährigen Bemühungen zerrüttet und sich die Menschheit zu Göttlichen Urquelle wendet.

* * *

Anastasia hat diese Wende verwirklicht. Sie zeigte dem All die Kraft der Schöpfung Gottes, Göttliche Weisheit. Und, mag sein, zum ersten Mal... Denk dich nur hinein, stell dir vor, Wladimir, die Größe, die Bedeutung des Ereignisses. Erstmalig seit dem Moment des irdischen Erschaffens hörte unser Vater Worte über die Vollendung Seiner Werke.

Die von Anastasia modellierte wunderschöne Zukunft lebt schon im Raum, mit jedem Augenblick konkretisiert es eine Menge Leute, die das eigene Wesen und die Vorbestimmung zu begreifen beginnen, und die Materialisation wird unvermeidlich eintreten.

- Wann wird die nun eintreten? Die Priester können doch auch dagegenwirken und das verhindern.

- Aber nicht die Oberen. Jetzt ist es nötig das Programm, das von den Priestern geschaffen wurde, zu überwinden. Bevor er wegging, sprach mein Vater mit einem von ihnen. Die Priester treffen sich niemals untereinander. Sie befinden sich in verschiedenen Winkel der Erde, doch sie können aus der Ferne verkehren, fühlend die Gedanken voneinander.

Mein Vater stand auf einem kleinen Hügelchen. Ein erster Lichtstrahl schwebte schon über die Zedernkronen, beleuchtete das Antlitz des Vaters, seine Figur. Ich hörte, wie im Raum ein lautloser Dialog ertönte:

- Ich bin Moisej, ein Nachfahr jener Dynastie, die Schicksale der Völker Tausende von Jahren leitete. Ich bin deren Nachfahr und Stammvater. Nach dir, der sich als Haupt bezeichnet, rufe ich ohne zu bitten. Verschwende deine Bemühungen nicht, Anastasia entgegen zuwirken.

Alle Bestrebungen, der Enkelin entsprechen nicht unseren, Gedanken-Absichten. Ihre Unstimmigkeiten gefallen mir, meiner Seele. Ich bin Moisej, ich bin Priester, nach der Kraft sind wir gleich, ich werde meine Enkelin mit mir verdecken.

Und es gab eine Antwort des Oberpriesters:

- Ja, Moisej, nach der Kraft sind wir gleich. Und deswegen weiß ich: Du erwartest von mir keine Lossagung von Angriffen - sondern einen Rat.

Ich bin derjenige, der jetzt denkt, wie ihr zu helfen ist, wie das Ungeheuer, des Systems zum Stehen gebracht wird. Wir haben das Monster geschaffen, und es ist stärker als wir. Du hast doch auch an dessen Schaffung teilgenommen.

Es verzehrte Kinder, zerstückelte jahrtausendelang menschliche Körper. Jetzt sind Jahrhunderte unserer Bemühungen notwendig, um es aufzuhalten.

Doch der Gedanke deiner Enkelin ist schneller denn unserer. Sie schafft in einem Jahr, Jahrtausend. Zu helfen ihr oder zu schädigen geht jetzt über unsere Kräfte.

Das einzige, wovon ich überzeugt bin, ist, dass wir unsere eigene Lebensweise nach dem Bild verrichten sollen, das von deiner Enkelin vorgezeichnet ist.

Alle Kenntnisse in unsere Werke hineinlegen, zu einem anschaulichen Beispiel für andere Leute werdend.

Untereinander machten Priester wenig Worte, doch das Gesagte zeitigte viel Sinn.

- Ich denke, der Dialog der Priester wird nicht allen verständlich sein. Mir ist, zum Beispiel, nicht klar, was für ein Tier ist es, das Kinder verschlingt. Und warum, wünschend Anastasia zu helfen, sagt nichtsdestoweniger sowohl Ihr Vater, als auch der Oberpriester, dass sie nicht imstande seien, Hilfe zu leisten.

- Alles handelt sich um die Geschwindigkeit des Denkens, Wladimir.

- Um die Geschwindigkeit? Warum aber ist sie so wichtig? Wo ist der Zusammenhang? Zitat Ende !

 

 

Stupps ich

 

 

Stupps ich die anderen an

renne ich doch hinterher

zu lieben, zu lieben die eine so unendlich schwer

wie soll ich es schaffen, wie soll ich es schaffen, oh Herr

 

Stupps ich die Eine an

fangen die anderen an zu kreisen

welcher, soll ich meine Liebe eigentlich beweisen

die ganze Welt zu erobern

ach ihr werdet schon sehn

wie jeder der das denkt, so ist am untergehen

 

Es ist wie der Untergang

nur an die Eine zu denken

man bereut das man vielen war Körperlichkeit am schenken

doch sich einzugestehen das man diese alle nicht liebt

macht das Leben wirklich wie ein Sieb

 

Dann hilft es gar, das scheinbar unaufhaltsame Vergessen

von welchem Baum, man war, die Früchte am essen

doch schäme ich mich eigentlich für das viele begehren ?,

wenn sich doch die Seele ist dagegen am sperren

doch um die Eine zu zerren,

dagegen bin ich mich am wehren

 

Ach Herr oder Frau Quelle du bringst mich zum Wanken

dabei habe ich von Herzen aus, wirklich nun zu danken

für die Vielfältigkeit deiner liebenswürdigen Geschöpfe

von denen ich keines jemals selbst innerlich köpfe

 

So waren doch alle Geliebtinnen

mir in den Momenten ans Herz gewachsen

auch wenn dich das vielleicht entsetzt

oder bringt freudig zum flachsen

 

Oh Frau oder Herr Quelle

es ist wirklich sonderbar in Ihrem Traum

dort war ich so viel Schönheit neulich am schauen

welcher Realität soll ich nun weiterhin vertrauen ?,

festzuhalten gilt, die Ewigkeit ist tatsächlich, ohne Zeit und Raum

 

 

Thomas Patock